Wie könnte eine Familienpatenschaft aussehen?

Anhand eines ausgedachten Beispiels, möchten wir kurz beschreiben, was so eine Familienpatenschaft beinhalten könnte.

Anna und Thomas leben mit zwei Söhnen (Tim 4 Jahre und Tom 8 Jahre) in einer kleinen Wohnung in der Stadt. Nach einem Arbeitsunfall von Thomas befindet sich dieser momentan in einer ambulanten Reha-Maßnahme und kommt erst abends aus der Klinik nach Hause. Anna hat einen Halbtagsjob und organisiert aufgrund des Unfalls von Thomas momentan in der Familie alles alleine. Der vierjährige Tim ist vormittags zwar im Kindergarten, nachmittags benötigt er jedoch die ganze Aufmerksamkeit von Anna. Der achtjährige Tom bleibt hierbei immer öfter ungewollt auf der Strecke. Trotz aller Bemühungen ist es schwer, allen Familiemitgliedern gerecht zu werden.

Eventuelle Hilfestellungen durch den Familienpaten:

  • Freizeitbeschäftigung mit Tom (Schwimmbad, Mini-Golf, basteln etc.)
  • Entlastung von Anna durch Übernahme von organisatorischen, kleineren Hilfen im Haushalt, Fahrdienste zu Sport- und Spielgruppen der Kinder etc.
  • Betreuung des kleinen Tims, damit sich Anna mit Tom beschäftigen kann.
  • Entlastung durch Betreuung beider Kinder für einen Nachmittag, damit Anna sich entspannen und neue Energie “tanken” kann.
  • Ansprechpartner für Anna und aufmerksamer Zuhörer sein.

Die Hilfestellungen können sehr vielfältig sein und müssen immer einvernehmlich mit allen Beteiligten organisiert werden. Die Unterstützung wird immer individuell mit den Familienpaten und den Familien abgestimmt und grob in einem Familienpatenvertrag festgehalten. Somit haben alle Beteiligten eine gemeinsame Basis der Zusammenarbeit.

Flyer BTV Altenkirchen Ehrenamt im Netz